Impressum

Jarl und die anderen Dorfbewohner betreiben in genossenschaftlicher Zusammenarbeit die Rentierzucht. Die Eigentumsverhältnisse sind so geregelt, daß jeder Mitinhaber der rd. 3000 - köpfigen Herde seine eigenen Rentiere besitzt. Die Überwachung, Pflege und der Trieb zu den Weiden geschieht in gemeinschaftlicher Arbeit. Während die Nomaden des Nordens ehemals von der Rentierjagd lebten, hat sich inzwischen diese Jahrhunderte alte Verfahrensweise geändert. Die Rentierzucht hat sich zu einem wichtigen, nahezu industriellen Wirtschaftszweig entwickelt. Damit steht der Rentierzüchter im Wettbewerb und das Nomadenleben geht mehr und mehr zurück. So gesehen relativiert sich das romantisch verklärte Bild eines rentierzüchtenden Samen sehr schnell. Dieses Leben am Rande der Arktis entspricht in keiner Weise den Vorstellungen eines zivilisationsmüden Mitteleuropäers. Vielmehr handelt es sich hierbei um hart gelebtes Leben zwischen den Welten.

Heute stehen anstelle der Rentierschlitten moderne Schneemobile vor der Tür. Mit ihnen kann jeder Ort in der Wildnis schnell und einfach erreicht werden. Nur während der großen Trecks, wenn die Tiere von den Sommer- zu den Winterweiden und umgekehrt geführt werden, dann wird wie zu alten Zeiten unterwegs das dunkelgraue Zelt, die Kota aufgebaut, um Schutz vor den Unbilden des Wetters zu suchen und nach der harten Arbeit wenigstens einige Stunden zu schlafen.

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